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Lebenslauf Kreiskantor Ingo Hoesch
Die Botschaft im Chor oder Konzert
Lebenslauf Kreiskantor Ingo Hoesch
Kreiskantor Ingo Hoesch (*1972) begann seine musikalische Ausbildung mit 7 Jahren (Klavier) bei der Zevener Kantorin Frau Meyer. In den Zevener Jahren (ab 1976) verbrachte Ingo Hoesch viele Sonntage auf der Orgelbank (als Zuhörer und interessierter Beobachter) und kam so schon früh mit der „Königin der Instrumente“ in Berührung. Ingo Hoesch übernahm mit 13 Jahren seine ersten kirchenmusikalischen Dienste in der Gemeinde Gyhum und später auch Rhade, Heeslingen und Zeven an der Orgel, die dann sein musikalischer Lebensinhalt wurde. Dazu gesellte sich mit 16 die Leitung zweier Kirchenchöre (Gyhum bei Zeven, Rhade bei Zeven). Von 1986 an bekam er privaten Klavierunterricht bei einem Dozenten (Peter Knaak) der Bremer Hochschule in Bremen, nahm Orgelunterricht bei Kantor Herbst (Selsingen) und Kantor Steegen (Bremervörde) und legte seine erste kirchenmusikalische Prüfung (D) ab.

1992 ging Ingo Hoesch auf die Nordseeinsel Föhr, wo er bis 1995 den Kirchenmusikerdienst an der St. Laurentiuskirche, Süderende ausfüllte und gestaltete. Zu seinen Aufgaben gehörte neben der musikalischen Gestaltung der sonntäglichen Gottesdienste auch die Organisation und verantwortliche Durchführung von regelmäßigen Konzerten in der Zeit von Juni bis September für die Touristen auf der Insel. Dabei gestaltete Ingo Hoesch diverse Orgelkonzerte und kammermusikalische Konzerte (als Begleiter an Orgel bzw. Cembalo).
Er assistierte dem Boldixumer Kirchenmusikerkollegen M. Bruchwitz bei der Vorbereitung oratorischer Chorkonzerte, und gab auch in St. Nikolai, regelmäßig Orgelkonzerte. Orgelführungen für Kinder und Erwachsene gehörten ebenso zu seinen Aufgaben (sowohl an seiner Orgel in St. Laurentii als auch in Vertretung für seinen Orgellehrer Martin Bruchwitz. Unter Kantor Martin Bruchwitz legte er seine C-Prüfung Orgel 1994 ab.

Von 1995 an fand seine kirchenmusikalische Ausbildung in Düsseldorf statt, wo er bei Prof. Volker Hempfling (Chorleitung); Christoph Schoener (bis Anfang 1998) und Prof. T. Laux (Orgel) im Jahr 2000 seine A-Prüfung ablegte.
Seinem Studium in Düsseldorf schlossen sich private Studien bei Prof. Jean Ferard (Conservatoire Royal de Bruxelles, 2002 - 2004) an, während derer er sich ausführlich mit der Musik Grigny´s, Couperins, Durufles und Messiaen beschäftigte. Seit Ende 2004 fährt Kreiskantor Ingo Hoesch einmal im Monat nach Düsseldorf um mit Prof. Torsten Laux seine vielfältigen Konzertprogramme zu besprechen und weitere Studien im Fach „Improvisation“ zu betreiben.

Seit 2001 ist er als Kreiskantor für den Kirchenkreis Wesermünde - Nord als musikalische Fachaufsicht zuständig. Dies heißt vor allem Beratung von nebenberuflichen Organisten und Chorleitern, Visitation jener bei Gottesdiensten, Erteilung von Orgelunterricht und Durchführung von Fortbildungen für die nebenberuflichen Organisten und Chorleiter des Kirchenkreises. Dazu gehört auch das Angebot eines Theoriekurses, der vorbereitet auf die beiden nebenberuflichen Kirchenmusikerprüfungen „D“ und „C“. Einmal jährlich wird eine Konferenz für alle nebenberuflichen Kirchenmusiker des Kirchenkreises angeboten, an der auch der KMD teilnimmt.

Rege Konzerttätigkeit als Organist (Orgelmusik zur Marktzeit, Do, 12h, wöchentlich von Juni bis Anfang September), Orgelkonzerte (Orgelzyklus „Bach trifft...“ mit zehn Konzerten in 2005), „Orgelzyklus 3x6“ (die Orgelsonaten von Johann Sebastian Bach, Johann Kuhnau und Felix Mendelssohn-Bartholdy), Orgelkonzerte vierhändig mit Prof. Torsten Laux, sowie Konzertverpflichtungen als Chorleiter (Kreiskantorei bis 2003; Gospelchor „Joyful friends (u.a. Kirchentag 2005 Hannover); VHS Chor (Chorprojekt November) Bremerhaven; Kirchenchor Ringstedt (2004: Distler-Abend) und Kammermusiker (ständiger musikalischer Partner von Mikael Börresen, Soloklarinettist des Stadttheater Bremerhavens) ergänzen seine umfangreichen Aufgaben als Kreiskantor und Kirchenmusiker. Darüber hinaus hat Kreiskantor Ingo Hoesch schon mehrere CD´s eingespielt. ["Orgelmusik aus vier Jahrhunderten" / "Klangaugenblick", „Siehe es kommt die Zeit“ mit Mikael Börresen (Klarinette)].

Desweiteren übernahm er das Orchester des Landkreises Cuxhaven.
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Die Botschaft im Chor oder Konzert
Ingo Hoesch Kreiskantor in Dorum
Als ich 2001 die Stelle als Kreiskantor in Dorum antrat – meine erste hauptberufliche nach dem Studium –, wurde ich in einem festlichen Gottesdienst ins Amt eingeführt.
Der Gottesdienst hatte das Motto „Alles, was ihr tut, mit Worten oder mit Werken, das tut im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater durch ihn.“ (Kolosser 3, 17). Dieser Text ist von Dietrich Buxtehude wunderbar vertont worden und wurde von meinem Chor aufgeführt. Ich habe mir diese Worte als Motto für mein Wirken als Kreiskantor ausgesucht, weil der Beruf Kirchenmusiker für mich Berufung ist. Ich habe als 13-Jähriger meine ersten Gottesdienste gespielt – und wusste, dass ich Kirchenmusiker werden wollte und sollte. Meinen Dienst als Musiker im Kirchenkreis und in Kirchengemeinden verstehe ich als Dienst des „Gemeinde-Stiftens, Gemeinde-Baus“. Eine erfüllende Tätigkeit, bei der man mit Menschen arbeitet (Chöre), ihnen von der frohen Botschaft erzählt und sie teilhaben lässt an Freude, Zuversicht und Trost, den mein Glaube mir gibt. Ob das bei Gospelkonzert, Chorprobe oder Gottesdienst durch ein altes Lied aus unserem EG passiert, ist nebensächlich – solange die Botschaft zeitgemäß vermittelt werden kann. „Musik gestalten“ Musik leben und gestalten, zum Lobe Gottes, den Konzert-/Gottesdienstbesuchern zum Trost und Freude: Das heißt für mich Gott mit Worten und Taten zu loben, das heißt für mich Bachs „Soli deo Gloria“ („Allein Gott die Ehre“) umzusetzen. Das heißt für mich, als Kirchenmusiker zu arbeiten. Eines meiner liebsten Lieder im EG ist die Nummer 325, ein Lied Paul Gerhards: „Sollt ich meinem Gott nicht singen, sollt ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er‘s mit mir meint. Ist doch nichts als lauter Lieben, das sein treues Herze regt, das ohn Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben – alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.“ Dieses Lied hat Pastor Gerhard vor 350 Jahren gedichtet. Es bleibt aktuell. „Geistliche Musik spricht an“ Ich wünsche mir, dass ich auch in Zukunft erleben darf, dass Gott den Dienst, den wir Kirchenmusiker (ob im Haupt- oder Nebenberuf) in Kirchengemeinden tun, segnen wird, damit das Musizieren in Gottesdiensten und in Konzerten „ihm zur Ehre“ und „ihm zum Dank“ geschieht. Und dass weiterhin Menschen durch „geistliche“ Musik – egal, aus welcher Stilepoche – angesprochen und gesegnet werden.
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